Cap d´Agde Userberichte

Bericht Cap d’Agde September 2017
Reisebericht CDA Andreas 2017
Nachdem ich – auch auf den Seiten von Chris – schon so viel über CDA erfahren hatte, bin ich für die letzten zwei Septemberwochen mal hingeflogen.
Hintergrund war vor allem der Wunsch, mal ganze Tage oder Wochen nackt verbringen zu können, egal ob am Strand, beim Einkaufen, im Restaurant oder sonst wo in der Anlage. Mit dem Wetter hatte ich weitgehend Glück. In der ersten Woche so 20 bis 22 Grad, in der zweiten 22 bis 26. Nachts zwar es recht kühl (morgens 14 Grad), aber abends war es so bis 19:00 Uhr warm genug für FKK.
Dadurch habe ich zwischendurch mal zehn Tage am Stück nackt verbracht – ein Traum. es geht wirklich alles nackt, nicht nur ein Bier im Cafe 1664 trinken oder nahe dem Swimmingpool in Port Nature was essen oder trinken – selbst abends mal edel Austern schlürfen war nackt möglich, ohne dass einen einer komisch angesehen hat. Gewohnt habe ich in Heliopolis L im dritten Stock mit schönem Blick auf den Innenbreich und bis zum Meer.
Am ersten Abend war alles noch sehr unübersichtlich, zumal ich wegen meines verpassten Anschlussfluges von Paris nach Montpellier mit vier Stunden Verspätung in der Anlage ankam (hatte dabei noch Glück, dass ich am selben Tag überhaupt noch hinkam, den Individualtransfer mit dem Taxi verlegen konnte und bei der Rezeption, die ab 18:00 nicht mehr besetzt ist, erreichen konnte, dass sie meinen Schlüssel beim Eingang hinterlegen).
Die nette Taxifahrerein, die passabel Englisch sprach, hat mich aber zu meinem Quartier gebracht. CDA im September hat sicherlich Vor- und Nachteile. Ein Vorteil ist, dass es nicht so voll und überlaufen ist. Es waren immer genügend Plätze in den Restaurants frei, am Strand sowieso. Die Preise sind wohl nochmals gestiegen. 0,5 l Bier (zumeist Heinecken) ab 5,-€, Menus ab 20,- €, etwas bessere einzelne Essen zwischen 23 und 38 €, aber alles sehr gut. Schade war, dass im Laufe der zweiten Septemberhälfte Öffnungszeiten vieler Supermärkte eingeschränkt wurden und einige Restaurants ganz schlossen (das sehr gut zum Sehen und Gesehen werden platzierte Cafe 1664 an der Ecke zur Einkaufspassage in Heliopolis schloss am 23.09).
Zum Sehen und Gesehen werden: Ist schon auffällig, dass sich dort ein großer Teil der Gäste zu präsentieren scheint bzw. einzelne Damen von ihren Begleitern wie Königspudel bei einem Preisverleih präsentiert werden. Lack, Leder und z.T. massive metallische Gegenstände an allen möglichen und unmöglichen Körperstellen sind keine Seltenheit. Wenn das Wetter es zuließ, waren jedoch auch sehr viele nackt und das überall. Es gab aber auch einige, die bei Mitte zwanzig Grad komplett angezogen oder am Strand in Badeklamotten waren. Für mich völlig unverständlich, wenn es warm genug ist für eine Badehose, dann ist es auch warm genug für nackt, aber vielleicht waren das ja auch Leute, die nicht so sehr am FKK, sondern mehr am Nightlife interessiert waren.
Am Schweinchenstrand war nachmittags so ab 14 Uhr am meisten los, bis sich ab 17:00 der Strandabschnitt lichtete. Einmal sehen und staunen, was da abgeht, reicht aber, zumal es meist nicht die jungen und attraktiven Paare sind, die Aktion machen.
Alles in allem: Wer einfach mal ohne nachzudenken, wo er denn am Tag noch alles hinwill, im Urlaub nackt leben möchte, ist dort genau richtig (auf Korsika – toller weitläufiger Strand, tolle Landschaft – war in der Rezeption, im kleinen Laden und selbst auf der Restaurantterasse Kleidung Pflicht). Die “Exoten” unter den Gästen dürfen einen dann halt nicht stören. Erfreulich, dass es viele Lokale gab, in denen Englisch gesprochen wurde (kenne ich aus Frankreich nicht von überall her so) und dass es vereinzelt auch Speisekarten mit deutschen Angaben gab. CDA ist aber echt teuer. Wenn man es sich einigermaßen gut gehen lassen will beim Essengehen, sind 100,- € am Tag pro Person schnell weg. Mit dem Stand von Raphaels in der Einkauspassage von Heilopolis gibt es aber auch eine gute Alternative. Dort bekommt man ausgefallene Speisen (z.B. leckr Muschelsalat, Tomatentartar und vieles mehr recht günstig zum Mitnehmen).
Anreise mit dem Flieger über Monpellier ist recht easy, aber teuer, wenn man nicht selber fahren will (Taxi-Transfer eine Strecke 140 €, ab 19:00 Uhr 200 €).
Fotos machen war sehr schwierig, aber einige gibt es schon (allerdings hat Chris ja eh schon fleissig Bilder gemacht).
Beste Grüße
Andreas




